Joschka Fischer für Nabucco-Pipeline

Juli 10, 2009 on 3:30 pm | In Allgemein | No Comments

Der Gasversorger RWE und der österreichische Energiekonzern OMV haben sich mit dem früheren Außenminister Joschka Fischer einen erfolgversprechenden Berater für das geplante Nabucco-Projekt hinzugezogen. Die Unternehmen setzen auf dessen langjährige Erfahrung auf außen- und energiepolitischer Ebene und erhoffen sich weitere und vertiefte politische Unterstützung für das Vorhaben.

Türkei im Fokus

Bei dem Nabucco-Projekt ist die Gasversorgung aus Zentralasien über die Türkei vorgesehen, was dem Fortschreiten des Vorhabens bislang Schwierigkeiten bereitet hatte. Da man sich bisher nicht über die Vertragsklauseln mit der Türkei einigen konnte, hofft man insbesondere auf die intensiven und positiven Erfahrungen von Joschka Fischer mit dem Nicht-EU-Mitglied, die seit langem mehr Beteiligung an dem Geschehen innerhalb der EU drängen. Ein Abkommen soll am 13. Juli 2009 geschlossen werden, welches den Pipelinebau regeln soll.

Fischer und Schröder in Konkurrenz

Erste Gaslieferungen sollen ab 2014 über die 3300 Kilometer langen Leitungen nach Westeuropa fließen und eine zunehmende Unabhängigkeit von dem Erdgaslieferanten Russland schaffen. Mit der Tätigkeit als Berater begibt Joschka Fischer sich in das Konkurrenzprojekt der Nord Stream Pipeline, für die Altbundeskanzler Gerhard Schröder als Berater fungiert, der bereits während seiner Zeit als SPD-Politiker gute Verhältnisse zur russischen Führungsebene pflegte.

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