Ein Energiekonzern und sein Beitrag zum Klimaschutz
Dezember 18, 2009 on 1:18 pm | In Allgemein | No CommentsMittlerweile wird immer deutlicher, dass die Weltklimakonferenz in Kopenhagen dieses Jahr wahrscheinlich scheitern wird. Der Gipfel, bei dem die 192 UN-Mitgliedstaaten vertreten sind scheint allem Anschein nach nicht wie gewünscht zu einem völkerrechtlich verbindlichen Klimaabkommen zu kommen, das die Nachfolge des Kyoto-Protokolls antreten sollte. Besonders die großen Klimasünder wie die USA oder China werden sich nicht einig und streiten sich besonders über die Unterstützung der armen Länder und die Senkung der Treibhausgas-Emissionen. Wie einfach es jedoch sein kann, wenn alle an einem Strang ziehen zeigt der Kasseler Energieversorger Städtische Werke AG. Dieser versorgt ab Januar 2010 all seine Kunden mit Erdgas und setzt sich zusätzlich in Schwellen- und Entwicklungsländern mit Klimaschutzprojekten ein. Hauptsächlich geht es dem Konzern darum etwas gegen den Klimawandel zu tun, weil er sich selbst als einen der Hauptverantwortlichen sieht. Ein schöner Nebeneffekt des Engagements ist, dass die Wechselquote, die bei anderen Energieversorgern, egal ob Gas oder Strom hoch ist, relativ niedrig bleibt, weil auch die Kunden das klimabewusste Handeln gutheißen. So lag die Wechselquote nach einer Umstellung aller Kunden auf Strom aus Wasserkraft bei drei Prozent, während sie bei manch anderem Anbieter bei knapp zehn Prozent lag. Die Kunden danken dem Unternehmen sein Umweltbewusstsein mit treue und verzichten auf einen Wechsel.
Die Projekte
In Brasilien wird sich dafür eingesetzt, dass die Öfen der Keramikindustrie anstelle von Holz aus den Regenwäldern mit Biomasse befeuert werden. Diese sind in der Vergangenheit einfach auf illegalen Mülldeponien vergammelt und haben mit dem Ausstoß von CO2 und Methan das Klima belastet.
In Indien wird in einen Windpark investiert, der 42,5 Megawatt Strom erzeugt. Der Strom wird dann in das vorhandene Stromnetz eingespeist und da die Windräder der Anlage von einem indischen Unternehmen stammen wird gleichzeitig etwas für die Wirtschaft getan.
Andere größere Energieversorger sollten ebenfalls darüber nachdenken ihre Kunden mit Erdgas zum Heizen zu versorgen und in Klimaschutzprojekte zu investieren um den CO2-Ausstoß der Kunden zu kompensieren.
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